Core4400

Hardware-mäßig kein Exot, dafür aber Software-mäßig. Core2Duo 8400, 4 GB Crucial Ballistix RAM und eine Asus ATI Radeon 1950 Pro. Bei diesem System war mir die Lautstärke wichtig, ein flüsterleises und kühles System mit Bequiet-Netzteil für die Lüftersteuerung. Die Graka hat eine gigantische Heatpipe-Konstruktion und ist nicht hörbar. Der Skythe Samurai kühlt den Prozessor auf 40 Grad bei Vollast und ebenfalls flüsterleise. Am längsten hat die Auswahl des Mainboards gedauert, am Ende ist es dann ein Gigabyte GA P35C-DS3R geworden.Aber die Software!! Naja. Kein LFS mehr, ich habe mittlerweile Gentoo für mich entdeckt. Ein erstaunliches Build-System, wirklich. Hat mich überzeugt. Das macht doch tatsächlich genau, was ich will.. Das erste System überhaupt! Und wenn nicht dann kann man immernoch im gut dokumentierten Innereien herumsägen un basteln. Wirklich toll.

Die Besonderheit hierbei ist das Boot-Setup. Linux ist in einem Linux-Software-RAID 5 installiert, über insgesamt 3 SATA-Platten. Meine Daten-Laufwerke sollen auch unter Windows verfügbar sein und sind daher mit NTFS formatiert. Jedoch wollte ich auch hier nicht auf eine gewisse Datensicherheit verzichten, daher sind die beiden Datenpartitionen mit dem Windows-eigenen Software-RAID gespiegelt. Problem dabei ist, dass diese Windows-RAID-Laufwerke nur funktionieren, wenn sie auf einer Platte mit LDM angelegt werden können (dynamischer Datenträger unter Windows). Dummerweise liegen auch die beiden Partitionen des Linux-RAID5-Arrays auf den LDM-Platten. Diese Partitionstabelle erkennt der Autoassembler für die Linux-RAIDs beim Booten aber nicht. Dazu muss eine Initial-Ramdisk angelegt werden, die das Array zusammenbastelt. Eine Beispielramdisk gibts hier (initramfs.tar). Das entsprechende Initscript /sbin/init sieht folgendermaßen aus:

#!/bin/sh
export PATH=/bin:/sbin
umask 0077
mount -t proc proc /proc
mount -t sysfs sysfs /sys
mount -t tmpfs tmpfs /dev
busybox –install -s
mdev -s
echo /sbin/mdev > /proc/sys/kernel/hotplug
mknod /dev/md0 b 9 0
ln -s /dev/console /dev/tty
mdadm –assemble /dev/md0 /dev/sda11 /dev/sdb3 /dev/sdc3
mount /dev/md0 /new-root
echo > /proc/sys/kernel/hotplug
umount -l /proc /sys /dev
exec switch_root /new-root /sbin/init
exec /bin/sh

Unter Linux sind die LDM-Laufwerke nach folgendem Eintrag in /etc/mdadm.conf verfügbar:

DEVICE /dev/sdb1 /dev/sdc1
ARRAY /dev/md1 level=raid1 num-devices=2 UUID=867e99c4:e8616584:39ad41ad:XXXXXX
DEVICE /dev/sdb2 /dev/sdc2
ARRAY /dev/md2 level=raid1 num-devices=2 UUID=81183f55:72559ad3:3f16c699:XXXXXX

Mit folgendem Script kann man das ganze dann scharf schalten:

mdadm –assemble /dev/md1 /dev/sdb1
mdadm –run /dev/md1
mdadm –add /dev/md1 /dev/sdc1
mdadm –assemble /dev/md2 /dev/sdb2
mdadm –run /dev/md2
mdadm –add /dev/md2 /dev/sdc2

Danach wird das Array neu synchronisiert, das dauert ne Weile, aber es kann schon gemountet werden.

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