Powerbook 1400

… mit prähistorischem Nubus, 48 MB RAM und übertaktetem Prozessor mit schlagmichtot-160 MHz? Ich muss nochmal nachschauen…Eigentlich hatte sich ein Kumpel von mir diese Kiste ersteigert. Jedoch scheiterte sein Vorhaben FreeBSD zu installieren an der fehlenden Nubus-Unterstützung. Und der Linux Nubus-Port kam gerade erst ins Rollen. Nach einigem Basteln mit dem Debian-Boot-Kernel, den obige Webseite zur Verfügung stellt, kann man sogar Debian installieren. Dann haben ich das damals topaktuelle LFS 5.0-Buch genommen und ein komplettes System mit X-Server aufgesetzt. Der hat sogar nach einigen Einstellereien funktioniert. Aber leider war damit erstmal Ende der Show. XFCE konnte man guten Gewissens laufen lassen, aber viel mehr auch nicht. Dann hat aber ein findiger Kerl einen Treiber für den TREX PCMCIA-Controller geschrieben – und plötzlich hatte ich Netzwerk auf der Kiste! Es funktionieren eine 3com-Karte von Pollin (Lötarbeit!), eine SMC-Karte und eine Orinocco-WLAN-Karte. Eine Prism54-Karte und eine Atheros-Karte gingen glaube ich auch. Es geht nicht: Sound, CD-ROM, Irda. Das /etc-Verzeichnis der Kiste liefere ich noch nach.

XT-Notebook mit NEC V20 Prozessor – einem Intel 8088-Klon

Das ELKS-Projekt hat ein Linux für 16-Bit Hardware wie etwa diesen Prozessor geschrieben, nur konnten sie ELKS nie mit einem NEC V20 testen, weil sie einfach keinen hatten. Nun ja, man kann sagen, dass sie gute Arbeit geleistet haben…
Aus dem letzten Satz kann man unschwer erkennen, dass ich gerne merkwürdige Hardware mit der Installation von Linux quäle. Bei letzterem Notebook war das nicht schwer – man muss nur ein Floppy-Image herunterladen und auf eine 720KB-Diskette packen und ca. 20 min warten. Dann hat man eine funktionierende Konsole…Bei den anderen Rechnern gestaltete sich die Sache nicht ganz so einfach – zumindest wenn man nicht nur einfach Debian installieren will. Zugegeben – ich wollte es mir nicht einfach machen. Aber nach meiner ersten LFS Installation habe ich Blut geleckt und diese wunderbar individualistische Spielart von Linux auf ein paar meiner Exoten gebannt.

und andere Kisten…

  • Sun SparcStation 5 Pizzabox. Leider ganz unbefleckt. SunOS whatever drauf. Leider bietet die Pizzaschachtel nur Platz für SCA-SCSI-Platten mit normaler Bauhöhe. Ich hatte aber nur eine SCA-Platte mit voller Bauhöhe… Naja, später mal. Vielleicht.
  • ein kühlschrankgroßer Alpha-Server mit Slots für 4 Prozessoren, leider nur mit einem bestückt.Auf dieser Kiste läuft ausnahmsweise kein LFS, sondern Debian. Aber für eine alkoholisierte Nacht-Session mit zwei Kumpels war das eine Nummer zu groß 😉
  • ACTA – Ein Angriff auf das freie Internet

    Hinter verschlossenen Türen werden gerade wieder Maßnahmen der Durchsetzungen von Software-Patenten verhandelt, die dann OHNE Einspruchsrecht oder Inhaltsdiskussion des EU-Parlaments ein Gesetz werden soll.

    Viele Funkamateure setzen heutzutage OpenSource-Software wie Linux, Firefox oder OpenOffice ein, die von Software-Patenten massiv in ihrer Existenz bedroht sind. Patente auf Software spiegeln nicht die Urheberrechte an Quelltext wieder. Diese Rechte werden bereits heute ausreichend geschützt. Software-Patente verbieten den “Nachbau” vorhandener Software, beispielsweise durch OpenSource-Projekte.

    Für jeden, der etwas dagegen tun will, empfehle ich folgende Petitionen mitzuzeichnen:

    http://www.fsf.org/campaigns/acta/acta-declaration

    http://publicacta.org.nz/sign-the-wellington-declaration/

    Desweiteren unterzeichne ich, Christian Bayer, Salvador-Allende-Platz 9, 07747 Jena den folgenden offenen Brief  von http://www.laquadrature.net/en/acta-a-global-threat-to-freedoms-open-letter, weil ich der Meinung bin, das derart tiefgreifende Einschränkungen der digitalen Freiheit, wie sie ACTA vorschlägt auf keinen Fall ohne demokratische Legitimation erfolgen dürfen.

    ACTA: A Global Threat to Freedoms

    open letter

    The Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) is a broad intergovernmental agreement under negotiation ranging from the key social issue of access to medicine[1] to criminal Internet regulation. We fear it could seriously hinder European innovation in the digital single market while undermining fundamental rights and democracy at large.

    The negotiation process itself raises important questions of transparency and due democratic process, given that the content of the draft agreement has been kept secret for more than 18 months, although some details about the proposals recently leaked to the public. More worrying still, while the European Parliament has been denied access to the documents, US industry has been granted access to them, albeit only after signing non-disclosure agreements.

    A recent analysis by the European Commission of the ACTA Internet chapter[2] proves that the topics under discussion go far beyond the current body of EU law. Most importantly, the Commission’s analysis confirms that the current draft of ACTA would profoundly restrict the fundamental rights and freedoms of European citizens, most notably the freedom of expression and communication privacy. These are very much at risk, since the current draft pushes for the implementation of three-strikes schemes and content filtering policies by seeking to impose civil and criminal liability on technical intermediaries such as internet service providers. The text would also radically erode the exercise of interoperability that is essential for both consumer rights and competitiveness.

    Consequently, we urge the Parliament to call on European negotiators to establish transparency in the negotiation process and publish the draft agreement, and not to accept any proposal which would undermine citizens’ rights and freedoms. Furthermore, we urge the Parliament to make an unequivocal statement to the Commission and Council that any agreement which does not respect these core principles would force the Parliament to reject the entire text.

    [1] See: http://www.oxfam.org/en/pressroom/pressrelease/2009-07-15/criminalize-generic-medicines-hurt-poor-countries

    [2] See: http://sharemydoc.org/files/philip/ec_analysis_of_acta_internet_chapter.pdf